Ich bin in Nelson und irgendwie fuehlt es sich ein ganz bisschen an wie ein kleines zu Hause. Ich bin in einem superkleinen Backbacker "Trampers Rest" untergekommen. Gefuehrt von Piri und Alan mit Ihrem kleinen Sohn Jamie. Piri ist geschaetzte 30 bis 35 Jahre alt, Alan Mitte 60, die beiden haben einen kleinen Sohn (der sehr suess ist und ganz ganz grosse braune Augen hat) und stellen ihren Backpackern ihr Haus zur Verfuegung, waehrend die beiden in einem Gartenhaus pennen. Hier laufen lauter lustige Menschen herum (ein Argentinier, der nur Party machen wollte, aber so ruecksichtsvoll leise nachts ins Zimmer kam, dass selbst ich ihn nicht gehoert habe, eine Englaenderin, die mir schon sehr oft unterwegs begegnet ist, mit der ich aber hier das erste Mal gesprochen habe, ein franzoesisches Paerchen, die mal kurz beide ihren Job gekuendigt haben und zusammen um die Welt zu reisen, ein Backpacker, der kein Geld mehr hat und daher hier das Dach repariert und umsonst auf dem Wohnzimmerboden pennt usw. usw.)und abends findet ein reger Austausch in der Kueche und im Garten statt. Alan ist frueher selbst sehr viel gereist (urspruenglich ist er Lehrer von Beruf, den er aber nie wirklich ausgeuebt hat) und hat dann irgendwann dieses Hostel eroeffnet. Piri ist wohl irgendwie dazugekommen (wie, haben wir noch nicht herausgefunden;-) In der Kueche stehen so lustige Dinge wie Plastikschachteln mit der Aufschrift "used condoms 0,40$, new condoms 1$, used earplugs 0,30$, new earplugs 1$"). Man kann hier Tee aus frischen Kraeutern im Garten aufbruehen und wird mitten ins Familienleben integriert. Wenn man eincheckt, wird man erst einmal allen vorgestellt und dann ist man quasi aufgenommen in die neue Gemeinschaft. Es fuehlt sich sehr gut an.
Ich habe gestern abend beim regen Austausch Kai (einem Buddhisten aus Hamburg) von meinen Sealswim-Plaenen fuer den naechsten Tag erzaehlt und er ist heute morgen spontan um 6 Uhr aufgestanden, um mich hin zu fahren und zu begleiten. Das Sealswimming war super schoen. Die kleinen Babyrobben sind sehr neugierig und beruehren einen im Vorbeischwimmen und beim Abtauchen immer wieder. Wir waren mitten im Kinderschwimmbecken und Teil davon. Es war super suess.
Auch der Austausch mit Kai war irgendwie sehr nett. Ein Mensch, den ich ansonsten niemals kennengelernt haette, der aber viel zu erzaehlen hatte. Wir haben den Tag zusammen verbracht und uns eben - wahrscheinlich auf immer - verabschiedet. Es war dennoch eine interessante Begegnung, die mir sicherlich in Erinnerung bleiben wird.
Morgen frueh fahre ich mit zwei Schweizern nach Picton zur Faehre nach Wellington. Da werde ich dann wohl nochmal ein bisschen ausspannen.
Was würden den die anderen Backpacker in ihrem Blog über Dich schreiben???
AntwortenLöschenLG
Oli
Wir schreiben den 25 März - wo ist das nächste Update?
AntwortenLöschenAus einem Home-Office in Köln