Freitag, 26. März 2010

Von Nelson nach Wellington



In Nelson habe ich dann abends noch ein paar Schwizer kennen gelernt,die mir netterweise angeboten haben, mich am naechsten Tag mit zur Faehre nach Picton zu nehmen. Da schlechtes Wetter angekuendigt war, habe ich dann auch schweren Herzens "See you" zum Trampers Rest gesagt und mich bei den beiden ins Auto gesetzt. Naja, sagen wir mal ins Auto gequetscht. Die beiden hatten einen Kombi, der mit tausenderlei Sachen vollgeladen war. U.a. hatten sie eine komplette Campingausruestung von dem Autovermieter an Bord, die sie zwar nicht brauchten, aber war halt umsonst dabei. Ich musste mir dann mit zwei Rucksaecken und Lebensmitteln und uebelriechenden Schuhen den Ruecksitz teilen. Dannn hat Martin noch den Abzweig verpasst, der eigentlich die schoenere Strecke an der Kueste gewesen waere (und um ca. 70 km kuerzer - allerdings ist ihm das erst 40 km spaeter aufgefallen) und dann waren wir auch irgendwann an der Faehre. Ich bin zwischen den Rucksaecken gar nciht weiter aufgefallen. Wenn Urs nicht die nette Dame an der Kontrolle auf den blinden Passagier auf demRuecksitz aufmerksam gemacht haette, waere ich wohl einfach so mitgefahren....
Die Ueberfahrt war ein ziemlicher Horror. Windstaerke 7-8 und heftige Windboeen. Von der tollen Landschaft war ueberhaupt nix zu sehen. Wir haben dann 31 gespielt und ich habe gegen die Jungs natuerlich haushoch gewonnen. Ich habe quasi die deutsche Ehre vertedigt;-))
In Wellington angekommen, haben die beiden mich dann irgendwo am Hafen rausgelassen. Zwischenzeitlich wurde allerdings alles abgesperrt, so dass ich leider aus demHafengelaende nicht mehr rauskam. Nach ca. ner halben Stunde und einigen Wanderungen vor haushohen Absperrungen hat mich dann ein netter Hafenmitarbeiter aus dem Gefaengnis entlassen.
Ich war echt froh, endlich im Hostel angekommen zu sein. Abends gab es dann noch ein Essen umsonst, eine weitere Begegnung in der Bar mit dem Buddi aus Nelson und dann ins Bettchen.
Heftige Halsschmerzen am naechsten Morgen haben den Tag - obwohl superschoen und sonnig - dann doch nicht sooo angenehm gestaltet. Auf einer im Lonely Planet beschriebenen Walkingtour durch Wellington wurde man an allen Highlights (die nicht so wirkliche Highlights waren) vorbeigefuehrt, dann noch eine Fahrt mit der Cabelcar und dann die Planung der naechsten Tage mit einem Auto (endlich) und Markus, dem Kajakfahrer aus Milford Sound.
Abends waren wir dann noch im Museum, was wirklich superschoen ist (ich wollte Jutta gar nicht glauben, dass es sich wirklich lohnt, aber ich wurde eines besseren belehrt).
Alles in allem war Wellington wirklich ganz nett und einen Tag kann man hier locker verbringen. Am naechsten Morgen sollte es dann mit dem frisch gemieteten Auto weitergehen nach National Park zum Tongariro Crossing.

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